St. Maria als Baustelle
St. Maria wird umfassend saniert und renoviert. Die Maßnahmen verbinden die notwendige Instandsetzung der historischen Bausubstanz mit einer Weiterentwicklung des Kirchenraums als offener Ort für Gottesdienst, Kultur und Begegnung. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 6,6 Millionen Euro.
Renoviert wird nach den Plänen von HBRM. Das Architektur – und Ingenieurbüro mit Standorten in Berlin und Finsterwalde in Brandenburg konnte 2020 den ausgeschriebenen Wettbewerb mit einem Entwurf für sich entscheiden, der das Konzept von St. Maria als … konsequent weiterentwickelt.

Warum die Sanierung notwendig ist
Die Kirche weist bereits seit vielen Jahren erhebliche bauliche Schäden auf: Risse im Tragwerk, statische Probleme im Bereich der Vierung sowie herabfallender Putz, der bereits wiederholte Sicherungsmaßnahmen erforderlich machte. Auch Dach, Glocken und technische Infrastruktur müssen erneuert werden.
Die Sanierung ist also nicht nur eine gestalterische Entscheidung, sondern eine dringend notwendige bauliche Erneuerung, um die Kirche langfristig zu erhalten.
Ein neuer, flexibler Kirchenraum
Im Zentrum der Umgestaltung steht die Neugestaltung des Innenraums. Der bislang gestufte Boden wird auf ein einheitliches Niveau abgesenkt und mit Holzbelag im Zentrum sowie Stein im Randbereich neu aufgebaut. Eine Fußbodenheizung sorgt künftig für bessere Nutzbarkeit im Winter, ein modernes Lichtkonzept für variable Lichtstimmungen.
Zudem werden die historischen Sandsteinwände gereinigt und Farbfassungen restauriert.
Liturgische Orte und Kunst im Raum
Ein besonderes Highlight des Raumes bildet ein neues Kunstobjekt der Düsseldorfer Künstlerin Andrea Knobloch im Bereich der Vierung: Eine 13 Meter hohe und 120 Kilogramm schwere hängende Skulptur aus Edelstahlgewebe, die die Jury des Kunstwettbewerbs 2025 mit ihrer starken Präsenz und transparenten Leichtigkeit überzeugte.
Auch die liturgischen Orte – Altar, Ambo und Taufbecken – werden im Zuge der Renovierung neu gestaltet. Den Wettbewerb zur Entwicklung der neuen Prinzipalien gewann der Stuttgarter Künstler Martin Bruno Schmid. Sein Entwurf greift das Profil von St. Maria als … sowie die besondere Situation einer Kirche im Wandel auf.
Herzstück des Konzepts ist ein beweglicher Altar aus Sandstein, der zwischen zwei fest definierten Positionen im Chorraum und in der Vierung verschoben werden kann und so unterschiedliche Gottesdienstsituationen ermöglicht. Formal orientiert sich der Entwurf an Transportkisten aus dem internationalen Kunstbetrieb und verbindet bewusst Stabilität und Offenheit, Kontinuität und Veränderung.

Erweiterungen im Außenraum
Auch außerhalb der Kirche wird es sichtbare Veränderungen geben. Für Sanitär- und Lagerräume entsteht ein neuer Anbau Richtung Furtbachstraße. Eine neue Bude für Harry ist ebenfalls Teil des Projekts und soll perspektivisch einen Standort auf dem Rupert-Mayer-Platz erhalten.
Die Fertigstellung ist für Sommer 2027 geplant
Auch während der Bauzeit bleibt das Gemeindeleben präsent. Sonntags um 11 Uhr und mittwochs um 18:30 Uhr werden Gottesdienste im Kolpinghaus Stuttgart, Heusteigstraße 66, gefeiert. Das Interimsprogramm von St. Maria als … ist im April 2026 gestartet und findet auf dem Kirchenvorplatz statt.